Spiel der Woche #95: Venti

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Venti ist italienisch, bedeutet „Zwanzig“ und ist auch eine Bechergrösse. In einen Venti passt z.B. ein richtig grosser Kaffee. Aber das nur nebenbei. Der Schweizer Verlag [link manufacturer="896" title="Tabletop Heroes"] zeigt mit dem Kartenspiel Venti, dass die Schweiz vielfältig, viersprachig und kreativ ist.

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Ein neues Spiel auszuprobieren, ist wie ein Geschenk auszupacken: Man weiss nie, was einem erwartet. Um etwas Licht ins Dunkle zu bringen, stellen wir von spielezar.ch regelmässig Gesellschaftsspiele ausführlich vor. Diese Woche: «Venti»

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Spielablauf

Das Spiel besteht aus 110 Spielkarten. Die werden einerseits auf die Hand verteilt, anderseits auf dem Tisch als Zentrums- und Zielkarten ausgebreitet. Der grosse Rest dient als Nachziehstapel. Gespielt wird reihherum. Karten auf die Hand aufnehmen, Karten ablegen, tauschen, opfern usw. Bei Venti ist einiges möglich. Nichts ist falsch, alles ist möglich.

Startaufstellung Venti

Startaufstellung Venti (Hinweis: mit 4 Spielern wird eigentlich mit einer zusätzlichen Karte im Zentrum gespielt)

In dieser Stellung ist das Spiel in der Endphase. Verschiedene Spielende erreichen bald 20 Punkte. Es gilt nun die langen Strategien zu vergessen und zügig den Quick Win anzustreben:

Punkte & Spielende

Die Spielenden sammeln Karten welche unterschiedliche Werte aufweisen. Bei 20 Punkten ist Schluss, aber die Runde wird noch zu Ende gespielt. Wer am meisten Punkte gesammelt hat, ist der Venti Vincitore. Bei Gleichstand gibt es verschiedene Unterwertungen, welche über den Sieg entscheiden.

Beurteilung

Venti braucht zu Beginn eine Kaffeelänge als Startaufwand, bis man alle Möglichkeiten der Spielzüge versteht. Dann geht es ruckzuck. Ein unterhaltsames [link category="241" title="Kartenspiel"] mit relativ einfachen Regeln.

Spielcharakter

Komplexität
2

Aufgestellt ist zügig, aber es braucht ein wenig, bis man von A bis Z alle Möglichkeiten versteht. Dann geht es schnell vorwärts und man erkennt bald die verschiedenen Strategien.

Glücksfaktor
2
Bei Kartenspielen ist immer etwas Glück dabei. Aber da du bei Venti verschiedene erfolgsversprechende Strategien fahren kannst, siegt eher der Cleverste und nur gelegentlich der Glücklichste.
Strategie
3

Es gibt verschiedene Grundstrategien. Schnell Punkte sammeln, in Joker und zusätzliche Spielaktionen investieren und natürlich verschiedene Mischstrategien. Zu Beginn schaut man einfach auf sich. Je öfters man spielt, baut man auch das Verhalten der Mitspielenden in seine Überlegungen ein.

Da die Spielsituation auf dem Tisch von Runde zu Runde wechselt, muss man seine Strategie ständig leicht anpassen. Insbesondere am Schluss gilt es den Endspurt nicht zu vergessen.

Kommunikation
1
Kommunikation ist für das Spiel kaum nötig. Da die Konzentration auch für den am Zuge Befindlichen nicht riesig ist, kann kreuz und quer über Gott und die Welt, die neue Frisur der Nachbarin oder das Tor des Monats gesprochen werden.
Hektik
1
Venti ist ein typisches Kartenspiel, wo viel Gemütlichkeit möglich ist. Kaffee, Kuchen und Kerzenlicht sind willkommen. Da erst nach der Schlussrunde einfach die Punkte weniger Karten zusammengezählt werden, ist auch der Zieleinlauf schnell ermittelt.

Fazit

Venti ist ein einfaches Kartensammelspiel, obwohl es mit Zahlen und verschiedenen Symbolen arbeitet, ist es Neulingen schnell beigebracht. Dabei ist es gleichermassen für Jung und Alt geeignet. Es ist äusserst kompakt und hat somit auch Platz in jede Reisetasche für verregnete Ferien. Ich bin gespannt auf das nächste Spiel von Tabletop Heroes.

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