Schnürt die Stiefel, füllt die Wasserflaschen und macht euch bereit für eine gemeinsame Reise: In Fernweh begebt ihr euch als Gruppe auf eine Wanderung voller Herausforderungen, Überraschungen und Entscheidungen. Ziel des Spiels ist es, gemeinsam verschiedene Etappen zu meistern, Hindernisse zu überwinden und schließlich einen Aussichtspunkt zu erreichen. Dabei ist jede Wanderung wie eine kleine Kampagne aufgebaut, die sich aus zufällig zusammengestellten Szenarien zusammensetzt und so immer wieder neue Erlebnisse bietet.
Im Zentrum des Spiels steht eine Wanderkarte, auf der ihr euren Weg selbst bestimmt. Unterschiedliche Routen führen zu verschiedenen Zwischenzielen, die jeweils eigene Herausforderungen bereithalten. Wenn ihr diese erfolgreich meistert, werdet ihr mit neuen Karten belohnt, die euer gemeinsames Deck erweitern. Dadurch verändert sich das Spiel von Partie zu Partie – je nachdem, welchen Weg ihr einschlagt, stehen euch unterschiedliche Möglichkeiten zur Verfügung. Auch das Finale hängt direkt von euren Entscheidungen ab, denn dort müsst ihr euch erneut den Hindernissen stellen, die euch bereits auf eurer Reise begegnet sind.
Der grundlegende Spielablauf ist leicht zugänglich: Zu Beginn wird ein Hindernis in die Tischmitte gelegt und alle Spieler erhalten Handkarten. Anschließend spielt ihr reihum Karten auf einen gemeinsamen Stapel. Dabei gilt eine einfache Regel: Eine Karte darf nur gespielt werden, wenn sie in Farbe, Zahl oder Symbol mit der obersten Karte übereinstimmt. Es gibt drei Arten von Karten: Zahlenkarten bilden die Basis, Spezialkarten lösen besondere Effekte aus, und Hinderniskarten erschweren euch das Leben durch negative Auswirkungen oder sogar Regeländerungen.
Solltet ihr einmal keine passende Karte spielen können oder wollen, müsst ihr eine Karte vom Nachziehstapel ziehen und euren Zug beenden. Handelt es sich dabei um eine Hinderniskarte, wird diese sofort aktiv und beeinflusst das Spielgeschehen. Ziel jeder Runde ist es, gemeinsam Hindernisse zu überwinden. Sobald ein Spieler alle seine Handkarten losgeworden ist, wird das oberste Hindernis entfernt. Der Spieler scheidet jedoch nicht aus, sondern zieht neue Karten und spielt weiter mit. Erst wenn alle Hindernisse beseitigt sind, gilt eine Etappe als erfolgreich abgeschlossen.
Eine Partie endet entweder, wenn ihr alle Hindernisse überwunden habt oder wenn der Nachziehstapel leer ist. Danach wird euer Fortschritt ausgewertet. Über eine Tageszeitleiste wird festgehalten, wie viele Versuche euch noch bleiben: Erfolge bringen euch voran, während Misserfolge Zeit kosten. Sind alle Zeitabschnitte aufgebraucht, gilt die Etappe als gescheitert. Zusätzlich markiert ihr euren Fortschritt auf der Wanderkarte entsprechend der überwundenen Hindernisse und könnt an Kreuzungen sogar neue Wege einschlagen.
Ein besonderes Element sind die freischaltbaren Schildkarten, die euch helfen, negative Effekte von Hindernissen abzuwehren. Diese erhaltet ihr durch Fortschritt auf der Tageszeitleiste und solltet sie mit Bedacht einsetzen, da sie nur begrenzt verfügbar sind. Wenn eine Etappe noch nicht abgeschlossen ist, könnt ihr sie erneut versuchen – vorausgesetzt, euch bleibt noch genügend Zeit.
Im Spielverlauf erwarten euch unterschiedliche Etappenarten. In leichten Etappen könnt ihr freier taktieren und selbst entscheiden, ob ihr mehr Risiko eingeht, um schneller voranzukommen, oder vorsichtiger spielt. Schwierige Etappen bringen zusätzliche Karten ins Spiel, die über sogenannte Umschläge eingeführt werden und neue, oft härtere Hindernisse darstellen. Im Finale schließlich müsst ihr euch allen zuvor begegneten Herausforderungen erneut stellen – und habt dafür nur einen begrenzten Versuch, der durch euren bisherigen Fortschritt erweitert werden kann.
Eine besondere Regel sorgt für zusätzliche Spannung: Die Kommunikation innerhalb der Gruppe ist eingeschränkt. Spieler mit wenigen Karten dürfen Hinweise geben, während Spieler mit vielen Karten schweigen müssen. Dadurch wird Teamarbeit deutlich anspruchsvoller und erfordert gutes Timing und Vertrauen.
Nach erfolgreichen Wanderungen könnt ihr schwierigere Routen freischalten, die längere Wege, mehr Hindernisse und höheren Zeitdruck bieten. Zusätzlich lassen sich Herausforderungen aktivieren, die die Regeln verändern und für noch mehr Abwechslung sorgen. So wächst das Spiel mit euren Erfolgen und bleibt langfristig spannend.
Fernweh verbindet einfache Regeln mit strategischer Tiefe und einem motivierenden Fortschrittssystem. Jede Partie erzählt ihre eigene kleine Geschichte – geprägt von euren Entscheidungen, eurem Teamgeist und der Frage, ob ihr es gemeinsam bis zum Gipfel schafft.
Fernweh, ein Spiel für 2 bis 5 Spieler im Alter von 8 bis 100 Jahren.