Ich würde gerne fragen wie es mit den regeln ist, wenn ich beispielsweise eine mühle öffne und der gegner mit seinem stein auf jene position ziehen will von wo ich eben die mühle geöffnet habe. denn in meinen spielregeln (welche recht alt sind) steht, dass der gegner nicht seinen stein auf jene position setzen kann
Zur Zeit haben wir noch keine solche Funktion... Vielleicht einfach noch einmal lösen :)
Ich würde nun gern wissen, welchen Fehler ich gemacht habe. Hier steht nur ich hab 4/5. aber so kann ich ja nicht wissen, welche der 5 Fragen falsch beantwortet wurde :/
Das ist die deutsche Version.
Nein, wir versenden nicht nach Österrreich. Die Kosten sind zu hoch und die Zollabwicklung kompliziert. Das Spiel "Friedrich" Das Spiel «Friedrich» wird wohl als Neuauflage erscheinen. Dann sollte es auch wieder in Österreich verfügbar sein.
Bei Schachturnieren sind Smartphones gänzlich verboten. Für zu Hause können sie eine Alternative sein, aber das Spielgefühl ist nicht dasselbe. Zudem lenken Smartphones ab. What's up Nachricht hier, E-Mail da. Anders gesagt: Wozu noch Bücher, man könnte alles digital lesen!?
Wozu eine Schachuhr kaufen? Es gibt jede Menge Gratis-Apps, die alles bieten, was das Herz begehrt.
Danke, ist doch schon mal gut für den Anfang
Besten Dank für den ausführlichen Kommentar und die tiefgehenden Ratschläge. Der Blogbeitrag ist bereits mehrere Jahre alt und ich würde heute bestimmt einige Dinge auch etwas anders formulieren. Da dieser Artikel sehr viel Aufmerksamkeit erhält, werde ich ihn wohl im neuen Jahr aktualisieren :)
Hallo Emanuel!
Schöner Artikel, dem ich weitgehend zustimme. Einzig der Abschnitt zu 'Umgehen mit Erfolg und Misserfolg' ist für mich zu oberflächlich und berührt nicht den eigentlichen Punkt. Ich denke, wie man mit Erfolg/Misserfolg im Schach umgeht, trägt wesentlich dazu bei ob Schach 'Spass' macht oder nicht. Letzteres wurde in den Kommentaren heftig bestritten! Daher würde ich das Umgehen mit Erfolg/Misserfolg gerne etwas genauer ansehen:
"Sind wir nicht alle cool, wenn wir gewinnen? Leider nicht immer. In manchen (Team) Sportarten wird der Verlierer verhöhnt. Das Schachspiel hat seinen eigenen Ehrenkodex. Um diesen Punkt zu verdeutlichen, schildere ich eine typische Turniersituation.
Vor der Partie nehmen beide Spieler Platz und begrüssen sich mit einem Handschlag. Der Schiedsrichter gibt die Runde frei. Oftmals folgt ein erneuter Handschlag. Nun läuft der geistige Kampf. Die Partie endet und das wiederum mit einem Handschlag – egal, wer gewinnt. Anschliessend ist sogar die gemeinsame Partieanalyse üblich."
Ja, der Verhaltenskodex ist cool. Heisst das aber, dass beide Beteiligten innerlich genauso ausgeglichen und unbewegt sind, wie sie äusserlich erscheinen? In vielen Fällen eher nicht!
"Weil die Regeln klar definiert sind, kommt es nur äusserst selten zu Streitigkeiten. Der Glücksfaktor beträgt Null. Schach ist ein faires Aufeinandertreffen, bei der Bessere gewinnt. Weder verpfeifen die Schiedsrichter das Spiel, noch beeinflusst die Witterung den Ausgang."
Und das ist genau das Problem. Oder kann jedenfalls das Problem sein. Wenn du verlierst, bist nur du selber Schuld. Wenn du das dann noch mit deiner Identität verknüpfst, wie du das in diesem Absatz gerade gemacht hast (der "Bessere" gewinnt, im Gegensatz zu dem "der besser gespielt hat"), dann ist jedes Spiel ein Test deines Seins. Der Einsatz ist hoch: Kannst du dein Selbstbild (erfolgreich, clever, gut im Schach) aufrechterhalten? Das Resultat: Ich bin der Schlechtere. Ein Verlierer. Selbst wenn du gewinnst, manchmal, weil du in der Analyse mit dem Computer rausfindest dass du eben doch nur Glück hattest.
"In der heutigen Zeit sind Politiker, Chefs und Schiedsrichter alles ideale Sündenböcke für eigenes Versagen. Ich habe diese «Die anderen sind schuld» Mentalität satt."
Ich erlebte und erlebe ausgesprochen viele "Ausreden" im Schach. Der Gegner hat komische Geräusche gemacht. Die Sonne hat mich geblendet. Es war zu heiss. Der Gegner hat ständing 'J'adoube' gemacht. Der Filz unten an den Figuren hat gefehlt, das Kratzgeräusch hat mich irritiert. Wir hatten erst die Figuren falsch aufgestellt, mussten darum nach zwei Zügen wieder neu anfangen, da war ich ganz durcheinander und konnte meine Fassung nicht mehr finden. Die Uhr ging falsch. Am Nachbarbrett war ein Streitfall, da konnte ich mich nicht mehr konzentrieren. Der Gegner hat einen Apfel gegessen. Der Gegner hat mich angeschaut. Der Gegner ist ständig aufgestanden und herumgelaufen. Die Liste liesse sich praktisch unendlich verlängern ... Ich denke, gerade weil der emotionale Einsatz so hoch ist (Selbstbild, Identität), greifen viele Schachspieler lieber zu 'Ausreden' und sind in der Regel in der Lage, eine zu finden.
"Verliere ich eine Partie, kann ich das entweder emotionslos hinnehmen oder ich muss meine getroffenen Entscheidungen kritisch hinterfragen."
Da gibt es noch viele weitere mögliche Reaktionen! Und genau das wäre meines Erachtens genäuer zu untersuchen. Denn wie du damit umgehst wenn du verlierst, wird wahrscheinlich wesentlich dazu beitragen, ob Schach für dich Spass macht oder nicht. Und (weil der Artikel ja darum geht, was Schach dir bringt) - du kannst anhand des Schachs (möglicherweise) eben einen guten Umgang mit Gewinnen und Verlieren erlernen, auch wenn du das ursprünglich noch nicht hattest.
Was ist denn ein 'guter' Umgang mit Verlieren? Ich denke, das wichtigste hier ist, dass du deinen Schacherfolg nicht mit deiner Identität verknüpfst. Also nicht 'Ich bin der Bessere' sondern 'ich habe besser gespielt'. Oder eben schlechter.
Wenn dein Selbstbild nicht auf dem Spiel steht, dann musst du auch nicht nach einem Verlust verzweifelt nach Ausreden suchen, um dein Selbstbild zu schützen. Das führt zu mentalem/emotionalem Stress. Du kannst viel leichter akzeptieren, dass du heute nun mal einfach schlechter gespielt hast, als dass du 'der Schlechtere' bist. Das erlaubt es dann auch zu sehen, dass es ja eigentlich doch eine schöne Partie war. Es erlaubt dir Spass an der Sache, auch wenn du verlierst, auch wenn du zwar gewonnen aber grobe Fehler gemacht hast.
Wenn du dein Selbstbild mit Schacherfolg verknüpfst, aber zu grosse Selbsteinsicht hast um Verluste und Fehler mit doofen Ausreden zu erklären, dann wird Schach zu einer sehr ernsten Angelegenheit, die tatsächlich wahrscheinlich mit der Zeit nicht mehr so viel Spass macht.
So ist es mir ergangen. Mitte zwanziger war es mir dann (trotz relativ erfolgreicher Schachkarriere bis dahin - relativ, weil es immer noch Erfolgreichere gibt, ausser du heisst Magnus) zu blöd, und ich habe komplett mit Schach aufgehört. Anspruchsvolle Strategiespiele mit klarem Zufallselement (beispielsweise 'Siedler von Catan') haben mir über die zwei folgenden Jahrzehnte sehr viel Spass, und sehr viel weniger Stress eingebracht.
Nun bin ich wieder beim Schach :) Und jetzt macht es mir wieder Spass. Ich verliere natürlich nach wie vor nicht gerne, aber wenn es mal passiert, dann stiehlt mir das nicht mehr die Freude an der Partie. Aber das hat rein gar nichts mit 'Emotionslosigkeit' zu tun. Die Emotionen gehen hoch: das Herzklopfen wenn du plötzlich eine Gewinnkombination siehst ... die Panik wenn du eine gegnerische Möglichkeit bemerkst, die du überhaupt nicht in Betracht gezogen hattest ... das Adrenalin in der Zeitnot ... die Enttäuschung wenn die sehr schöne Partie aufgrund eines dummen Fehlers doch noch verloren ging ... die Schadenfreude, wenn du eine verlorene Stellung durch eine simple Falle noch retten kannst ... Und so soll es auch sein. Sonst wäre es ja langweilig.
Stattdessen hat es viel damit zu tun, dass ich mein Selbstbild nicht mehr so sehr mit dem Schach verknüpfe. Das Gewinnen und Verlieren ist dadurch etwas weniger wichtig geworden, das Spielen dagegen mehr.
Hat mich das Schach also einen guten Umgang mit Gewinnen und Verlieren gelehrt? Ja und nein. Was ich sehr wohl durch das Schach gelernt habe, ist wie du nach einem Verlust aufstehen und die nächste Partie mit voller mentaler Kraft neu angehen kannst. Lernen von meinen Fehlern. Nüchtern untersuchen was ich falsch gemacht habe, und dies das nächste Mal besser tun.
Für das andere, zum lernen das Erfolg und Niederlage nicht ein Kommentar meines Seins sind, sondern lediglich das Resultat des Verlaufs eines Wettkampfes, dafür hat Schach überhaupt nicht geholfen, im Gegenteil. Dafür brauchte ich zwei Jahrzehnte Abstand vom Schach, Lebenserfahrung und die Weisheit die (manchmal jedenfalls) mit dem Erziehen von Kindern kommt.
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