Herbstlager des Schachverbandes Aargau / Solothurn

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Von Gong- und anderem Schach

Das Herbst-Schachlager der Regionen Aargau und Solothurn ist längst zu einem festen Bestandteil des nationalen Jugendschachkalenders geworden. Diesmal fanden die schachlichen Erlebnistage im bündnerischen Segnas statt.

Das Konzept des Jugend-Schachlagers ist seit Jahren dasselbe: Den Jungen und Mädchen nicht nur schachliche, sondern auch andere Höhepunkte zu bieten und Wissen in jeglicher Hinsicht zu vermitteln. Die Kinder und Jugendlichen sollen nicht nur im Schach Fortschritte erzielen, sondern sich auch in der Gruppe wohlfühlen. Dazu gehört auch, dass sich die Leiter vorbildlich verhalten und beispielsweise auf den Genuss von Alkohol und Tabak verzichten. Taucht dann doch mal ein Problem aus, wird dieses mit den Betroffenen ausdiskutiert, und man schliesst anschliessend wieder Frieden. Die Mischung im Leiterteam ist optimal: Erfahrene Leute wie Arnold Mienert, Roland Burri oder René Deubelbeiss ergänzen sich mit jungen Leitern wie Ruth und Petra Mienert, Lisa Svacha, Samuel Büchel oder Roberto Schenker. Dass es den Kindern im Haus „Rosetta“ in Segnas gefiel, war nicht auf den ersten Blick ersichtlich, sondern vor allem hörbar. Der hohe Geräuschpegel, verursacht durch Kinderlachen und Schwatzen, zeigte, dass kaum Langeweile aufgekommen war.

Geburtstag und Projektwoche

Spezielle Gäste im diesjährigen Herbstlager waren Lehrer André Chapuis und fünf seiner Schüler aus dem Kanton Appenzell Innerrhoden. Sie weilten im Rahmen einer Projektwoche in Segnas, freundeten sich schnell mit den restlichen Schachspielern an und bezeichneten das Lager unisono als „lässig“ – wie praktisch alle anderen Lagerteilnehmenden auch. Lehrer Chapuis war für die Schachtheorie-Lektionen bei den Schwächsten verantwortlich und half auch sonst mit, wo er konnte. Und schliesslich zeigte er mit seinem Spielpartner im Tandem-Schach als Team „Testtest“ Grösse, indem er zwar jede Partie gewann, letztendlich aber trotzdem mit null Punkten dastand.

Einen Höhepunkt durfte Nathalie Uhlmann erleben: Sie feierte in Segnas ihren siebten Geburtstag und wurde von ihren ebenfalls im Lager anwesenden Geschwister Alexander und Joséphine sowie den anderen Teilnehmenden und Leitpersonen gebührend gefeiert.

Zahlreiche Ausflüge und Turniere

Etwa 60 Prozent der Lagerzeit wurden für das Schachspiel verwendet. Jeweils morgens stand Schachtheorie auf dem Programm, wobei die Kinder auf verschiedene Stärkegruppen aufgeteilt waren. So war garantiert, dass alle etwas lernen konnten und nicht überfordert waren. Nachmittags wurden verschiedene Ausflüge unternommen – etwa ein Grillier-Ausflug an den Vorderrhein oder einer zu einer Minigolfanlage in der Nähe von Segnas. Oder man führte um das Haus herum verschiedene Gruppenspiele durch, die zu einer Art Lager-Olympiade zählten und in denen die einzelnen Gruppen Punkte auf ihr Konto verbuchen konnten. Abends standen meist spezielle Schachturniere auf dem Programm – etwa ein Tandem- oder ein Gong-Schach, bei dem, wenn der Gong ertönte, spezielle Regeln eingeführt wurden. Wen wundert es also, dass – ob all der Abwechslung – am Ende des Schachlagers viele Kinder bereits ankündigten, im nächsten Jahr gerne wieder dabeisein zu wollen?

Pascal Spalinger

Schachlager Rene Deubelbeiss

Theorieunterricht mit René Deubelbeiss

Roberto Schenker Schachlager
Die Junioren bringen Roberto Schenker beim Uhren-Simultan ganz schön ins schwitzen.. :-)

Schachlager Teamwork

Eine Lagergruppe beim Teamwork Training. :-)

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